Geschichte

Gründung der Ortschaft Neuscharrel

Am Sonntag, den 26. August 1821 war ein großer Brand in Scharrel. Viele Scharreler waren an diesem Sonntag nach Ramsloh gegangen, um dort an der heiligen Messe teilzunehmen, da der Scharreler Pastor nicht anwesend war. Zigeuner sollen nach alten angaben das Dorf Scharrel heimgesucht haben und diesen Brand verursacht haben, schließlich war Sommer und Haus und Hof waren trocken und wurden schnell zum Opfer der Flammen.

Da die Häuser zu nahe aneinander lagen, wurde das ganze Dorf vernichtet. Der damalige Amtmann Bartel machte den Vorschlag, einen Teil der ausgebrannten Häuser nicht wieder in Scharrel aufzubauen, sondern neue Siedlungshäuser auf dem Barenberg entstehen zu lassen.

Der Barenberg gehörte zu damaliger Zeit zur Scharreler Mark.14 abgebrannte Siedler wurden auf den Barenberg verwiesen. Jeder neue Siedler erhielt 20 Jück (ungefähr 0,5 ha) zugeteilt.

Die ersten Siedler waren Wenke Thoben und Eylert Heyens . 1832 waren bereits 48 Wohnhäuser vorhanden, etwa 200 Einwohner. Keine Plaggenhütten, wie in anderen Ortschaften. Ein Reisender erzählt 1851: Die Hütten der Anbauer bildeten einen starken Gegensatz zu den Palästen in Neuscharrel. Die ersten Siedler haben hart arbeiten müssen, um überhaupt überleben zu können. Jeder hatte Schafherden, Bienen und es wurde Buchweizen angebaut (Nahrung für den Mensch und Futter für das Vieh).

Die Symbolik unseres Wappens

Am 18. Juli 1969 beschloss der Bürgermeister Josef Geers und die Gemeindedirektorin Angela Dröge dieses Wappen. Vergleichbar mit dem Wappen von der Stadt Meppen.

Bedeutung: In einem goldenem Schilde eine blaue nach unten geöffnete Wellendeichsel, begleitet von drei natürlichen Rohrkolben.
Begründung: Die Gemeinde Neuscharrel liegt im Bereich der beiden Flüsse Ohe und Marka, die hier zusammenfließen. Die Rohrkolben weisen darauf hin, dass es hauptsächlich Niederungsgebiet ist.

Die Farbe GOLD kommt in dem Wappen des Bistums Münster vor, und die FarbeBLAU im Wappen des Herzogtums Oldenburg.

Am 8.12.1969 wurde dieses Wappen von dem Niedersächsischen VERWALTUNGSBEZIRK Oldenburg genehmigt.

Grenzstein

Van sücke Steine staoht in Neischarrel datein (13) Stück. Dat was un is dei Grenze naon Hümmling. Vandaoge is disse Grenze nich mehr gültig. Vandaoge trennt us Ställe un Windkraftanlaogen van Gehlenberg.

Daomaols was ne Grenze südlich un we stlich ,dei trennde Oldenburg van Hannover.

Bi dat LIEKMAOKEN van dei Ohe is dei Stein Nr. datein waohrschienlick wechmaokt worn, so leeg dei daor rüm. Dei Heimatverein heff mit Genehmigung vant Katasteramt denn dicken Stein herhaolt un achtert Pfarrheim wedder hinsettet. Man kann noch gaut dat H för Hannover un dat O för Ollenborg erkennen. Daormit aale Lüe dat uck wätet,schall an denn Stein in nächster Tied eine Informationstaofel anbröcht wern, so bliff dat erhollen,wat son Stein för masse Jaohrn bedüt heff.

Unsere Kirche ST. LUDGER

Am 16.5. 1841 erster Antrag (Ablehnung)
Grund: der Scharreler Pastor und Kirchenvorstand wollten eine größere Kirche bauen und benötigten dazu die Neuscharreler Katholiken.

2. Antrag: 23.1.1855 Es wurde ein Gremium gebildet und man wurde persönlich vorstellig. Kirchgänge nachScharrel waren fast unmöglich Schnee, Wind,Kälte), nach Friesoythe oder Gehlenberg konnte man nicht, die Wege waren in sehr schlechtem Zustand, etwa: 1-1,5 Std. dauerte der Gang nach Scharrel. Der Weg nach Scharrel war des öfteren überschwemmt. Neugeborene Kinder, die zur Taufe nach Scharrel gebracht wurden, waren zur Winterszeit oft steif gefroren und ohne Muttermilch (Geschichte). 1854- von 63 Familien nur 17 junge Männer am Gottesdienst teilgenommen.

EIN GOTTESHAUS MUSSTE HER.
Die Kirchenmänner machten der hohen Behörde einen Vorschlag:
1) Für den Unterhalt des Pastors 1 Thaler 24 Grote pro Haushalt, weitere Sicherheiten sollten die Einnahmen der Mühle und der Ziegelei sein.
Am 11.4.1856 genehmigte Bischof Johann Georg den Antrag der Auspfarrung, sofort wurde mit dem Bau des neuen Pfarrhauses begonnen.
Am 12.2. 1857 wurde der Dielenraum des neuen Pfarrhauses zur Notkirche deklariert(eingeweiht von Pastor Wittig). Als weiteres dachte man an einen neuen Kirchenbau. Die finanzielle Seite war abgesichert.
1. Hauskollekten im ganzen Münsterland, 8000 Thaler waren vorhanden. Der Ortsausschuss schlug Baumeister Hensen vor. Hensen hatte schon viele Kirchen gebaut, z.B.Scharrel. Kostenvoranschlag von 6100 Thalern,davon erhielt Hensen 2,5 %.
Am 3.9. 1865 erfolgte die Zustimmung des Offizials. 28.Juli 1867 wurde die Kirche von Pfarrer Kühling eingeweiht.Somit hatte Neuscharrel ca. 40 Jahre nach der Entstehung schon ein schmuckes Gotteshaus in gotischem Stil. Der Kirchenpatron wurde ST. LUDGER, welcher der 1. Bischof von Münster war. 10 Jahre später wurde die Orgel eingeweiht 1899 Nov-Blitzschlag, der ganze Turm brannte ab, von der Firma Klumpe Neuscharrel neu erbaut.
1899 – 2 neue Glocken
1945- 2. Weltkrieg hinterließ auch bei uns seine Spuren- die Kirche wurde vollständig zerstört und brannte aus, wurde aber schnell wieder aufgebaut. Es war die Hamsterzeit. Es würde zu weit führen, wenn jetzt die Schwierigkeit des Aufbaues nach 1945 aufgeführt wurde, das konnte nur mit großem Fleiß und mit viel Mühen Zustandekommen, denn nach 1945 lag alles in Argem. 1982 haben wir 125 Jahre PFARRGEMEINDE NEUSCHARREL gebührend gefeiert. Pastore haben wir immer gehabt, und wir alle sind froh, dass unsere Pfarrstelle auch heute noch besetzt ist mit Herrn Pfarrer Bokern.

Unsere Schule

Dei erste Schaulbau was all 1829. Dei eiste Lehrer was ein Theodor Griep.
Hei schreef:: Das Schulhaus im Jahre 1829 von Steinen erbaut ist 50 Fuß lang und 24 Fuß breit,wird vom Lehrer selbst bewohnt.Der Lehrer hat freie Jagd und freies Fischen.
Dei eiste Schaule was dor, wo nu dat Pfarrheim is.
Dei 2. Schaule von 1898 ha denn Standort von jetzige Jugendheim.
Die 3. Schaule von 1935/36 was dor, wo nu uck uuse Schaule is.
Dei Schaule was 1945 uck total kaputt. Ganz drocke bis 1949 was hier all wedder eine neie Schaule,dei 1962 erweitert worn is.Nu in Jaohr tweidusend heff dei Schaule ein ganz annert Gesicht krägen.Rein modern is dei worn. Ganz wunnerboar passt sei in dat Dörpbild. Von uten ist so ziemlich fadig, mann innen drin is noch einiges tau daun. Man dat stört nich.Dei Kinner feult sich hier so richtig wohl.